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Pressestimmen zum Konzert in der “Sieglinde”

   Posted by: Biggi   in Allgemein

Gesang auf den besch… Montag

Von Christian Leinweber, 07.06.11, 13:44h

In der Gaststätte “Sieglinde” bewiesen die Zuhörer bei einem Konzert von Antweiler, Graf & Co. und der Bläck- Fööss-Mitglieder “Bömmel” Lückerath, Kafi Biermann und Hartmut Priess absolute Textsicherheit. Thema: “Loss mer singe”.

Spielten Songs der Bläck Fööss nur mit Akustikgitarre und E-Bass: “Bömmel” Lückerath (v.l.), Kafi Biermann und Hartmut Priess (Bild: Leinweber)

Hennef – Wenn sie zum Konzert bitten, dann lassen sich Freunde hochprozentiger Heimatklänge anscheinend nicht zweimal bitten: Bereits eine Stunde nach Beginn des Vorverkaufs war die Veranstaltung der Hennefer Formation Antweiler, Graf & Co. und der Bläck- Fööss-Mitglieder “Bömmel” Lückerath, Kafi Biermann und Hartmut Priess im Gasthaus “Sieglinde” ausverkauft – Motto des Abends: “Loss mer singe”.

Seit 2002 veranstalten die drei Kölner Musiker Mitsing-Konzerte, um, so Lückerath, “die Leute wieder ans Singen zu bringen”. In der “Sieglinde” bekamen die Besucher daher Texthefte – so konnte jeder, der wollte, die beiden Formationen gesanglich begleiten.

Unterstützt von Tanja Krämer am Akkordeon, sonst Mitglied bei Antweiler, Graf & Co., spielten Lückerath, Biermann und Priess die bekanntesten Bläck-Fööss- Werke auf Akustikgitarre und E-Bass. “Trink doch ene met” und “Die kleine Saache” kamen in der reduzierten Instrumentierung noch wehmütiger daher, aus “Wenn et Leech usjing em Roxy” machten die vier Musiker einen beschwingten Stampfer und zeigten: Im Kern sind die Stücke der Bläck Fööss zeitlose Kleinode handgemachter Musik. Natürlich sang das Publikum kräftig mit, die Textsicheren ohne die Nasen dabei ins Heft zu stecken.

Apropos Nasen: Die kamen beim Dudelsacksolo von “Du bes die Stadt” ins Spiel. Das Bläck-Fööss-Trio hatte nämlich keinen Dudelsack mitgebracht, die Gäste sollten das Instrument daher imitieren – mit zugehaltener Nase, “Mähähähä”-Geräuschen und rhythmischem Klopfen gegen den Adamsapfel.

Einen Mangel an Instrumenten gab es beim Folk-Quartett Antweiler, Graf & Co. aber nicht: Die beiden Songschreiber – Sänger und Multiinstrumentalist Bernd Antweiler und Sänger, E-Pianist und Akkordeonspieler Martin Graf -, sowie der Akustikgitarrist Manfred Bosse und Tanja Krämer, die diesmal den Kontrabass bediente, hatten etwa Blechblasinstrumente sowie ein Banjo und eine Mandoline dabei. Zu hören gab es Krätzchen und Balladen – kleine, mal selbstironische, mal wehmütige Alltags- und Liebesgeschichten in Mundart. “Et is janz ejal” etwa, ein Stück über die zu später Stunde gut angetrunkenen Stammgäste einer Kneipe, das den Charme eines irischen Trinkliedes besitzt – taumelnd die Musik, rau und trotzig Grafs Gesang.

“Ich stonn widder mit de Tütte do” indes war eine erstklassig dargebotene Old-Time-Nummer mit Banjo und Ragtime-Piano, das sehnsüchtige “Ode an die Natur” mit seinem Tin-Whistle-Solo ein Garant für Gänsehaut. Zum Abschluss sang Antweiler zusammen mit dem Publikum a cappella eine wuchtige Version von “Scheiß Mondach Morje”. Ein würdiger Abschluss für ein herzerwärmendes Konzert.

1 Komentar

Elke
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Schade – da wäre ich auch gerne dabei gewesen! Leider wurde dieser Auftritt nicht unter “Termine” auf dieser Homepage angekündigt!

Juli 7th, 2011 at 10:55

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